Wie bist du dazu gekommen, Illustrator zu werden?Ich habe schon als sehr kleines Kind ständig gezeichnet und wusste schon früh, dass ich genau das machen wollte. Mein Vater war (und ist) ebenfalls Illustrator, daher bin ich in diesem Umfeld aufgewachsen.Hast du eine schöne Kindheitserinnerung, die mit Zeichnen oder Kunst zu tun hat?Mein Vater arbeitete als Airbrush-Illustrator. Ich erinnere mich, wie ich auf Zehenspitzen stand, um ihm an seinem Zeichentisch bei der Arbeit zuzusehen; oft nahm er mich auf den Schoß und ließ mich selbst mit der Airbrush-Pistole hantieren – das hat mich absolut fasziniert.Beschreibe uns dein Atelier.Ich teile mir ein Atelier mit meinem Illustratoren-Kollegen Andy. Wir haben einen Raum in einem großen Gebäude für Technologie- und Medienunternehmen im Alderley Park in Cheshire. Es ist voll mit Computern und allem, was wir brauchen, um Bilder zu erschaffen!Wer oder was ist deine größte Inspiration?Jeder, der die Welt ein Stück weit verändert hat – sei es ein Schauspieler, Künstler, Musiker, Sportler, Wissenschaftler ... die Liste ließe sich endlos fortsetzen.Wie kommst du auf deine Ideen?Überall finden sich spontane Ideen für Illustrationen, manchmal an Orten, an denen man sie am wenigsten erwartet. Da ich auf Food-Illustrationen spezialisiert bin, verbringe ich viel Zeit in der Obstabteilung und studiere die Gestaltung von Verpackungen!Sammelst du irgendetwas?Seltsamerweise ... alte Fotos und Geldscheine aus aller Welt.Was hörst du beim Arbeiten?Wenn ich allein arbeite, bevorzuge ich Stille. Wenn ich in Gesellschaft arbeite, ist die Musik vielfältig, tendiert aber eher in Richtung Hard Rock – wobei sich hier und da auch mal ein kitschiger „Guilty Pleasure“-Song einschleicht.Welche Interessen hast du abseits der Illustration?Abseits des Trubels mit meinen zwei Töchtern bin ich begeisterter Skifahrer, Schönwetter-Skateboarder, Filmfan, Kunstliebhaber und ein eher widerwilliges Fitnessstudio-Mitglied!Welche war die erste Schallplatte, die du dir gekauft hast?Das ist schon eine ganze Weile her. Ich würde gerne behaupten, es wäre etwas Cooles gewesen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine Platte der „Wombles“ war, ich war damals in den 70ern noch ein Kind!Was wäre dein Traumauftrag?Eine riesige Kampagne für den größten Schokoladenhersteller der Welt! Was macht ein gutes Kunden-Briefing aus?Eines, das sehr sorgfältig durchdacht ist – von einem Kunden, der genau weiß, was er will, und bei dem alle relevanten Informationen enthalten sind!Wie viel Ihrer Arbeit ist handgezeichnet?Das hängt vom Projekt ab. Oft beginnt es mit Bleistiftskizzen, die ich anschließend einscanne und in Photoshop weiterbearbeite. Manchmal zeichne ich auch direkt am Bildschirm mit einem Wacom-Tablet. Da ich digital arbeite, ist es am besten, so schnell wie möglich in diesen Arbeitsmodus zu finden.Wer ist dein musikalisches Vorbild?Es sind zu viele, um sie alle aufzuzählen, aber die wichtigsten Begleiter meines Lebens waren ... die Rolling Stones, Pink Floyd, AC/DC, Ennio Morricone, die Sex Pistols, The Clash ...Was ist der beste Rat, den du je erhalten hast?Nicht das, was man hinzufügt, sondern das, was man weglässt, macht das Bild aus!Wenn du jeden Ort der Welt besuchen könntest – wohin würdest du reisen?Auf die Rückseite des Rendl-Bergs in St. Anton, Österreich ... an einem perfekten Tag mit Tiefschnee!Hast du verborgene Talente?Man sagt mir nach, dass ich eine fantastische Paella koche!Wenn du in die Vergangenheit reisen könntest: Welche eine Person würdest du gerne treffen und warum?Es ist wahrscheinlich ein ziemliches Klischee, aber ich würde gerne in das Montmartre der 1890er Jahre zurückkehren und einen Tag mit Henri de Toulouse-Lautrec verbringen. Er war ein Genie, das völlig im Widerspruch zu seiner Herkunft stand und Schönheit in Bereichen sah, auf die man damals herabsah. Außerdem wäre es sehr interessant zu sehen und zu erleben, wie es damals wirklich war.Was ist dein liebstes „Comfort Food“?Knoblauch-Garnelen mit einem kühlen Chablis!Welchen Film kannst du dir immer wieder ansehen?Es gibt zu viele zur Auswahl, aber herausragend sind die Epen von Sergio Leone: "Es war einmal in Amerika" und "Spiel mir das Lied vom Tod". Außerdem die Jason-Bourne-Filme.Welche Ausstellung hast du zuletzt gesehen und geliebt?Van Gogh in der Tate.Was ist dein Standard-Karaoke-Song?Ich bin kein großer Karaoke-Fan, aber ich habe mal bei einem Karaoke-Essen (zwangsweise) einen gar nicht so üblen Elvis zum Besten gegeben ... das Publikum sah das allerdings anders.Was ist dein Lieblingszitat?Leben ist das, was passiert, während man eifrig andere Pläne macht! (John Lennon)Gibt es etwas Belangloses, bei dem du dich als Experten betrachtest?Schlechte Witze, die ich meinen Töchtern erzähle.